Modul 1: KI-Readiness

Bevor eine KI-Initiative wirklich starten kann, muss eine Frage ehrlich beantwortet sein: Wo steht das Unternehmen heute? Welche Daten gibt es, in welchem Zustand? Wie ausgereift sind die IT-Infrastruktur, die Prozesse, die organisatorische Bereitschaft? Welche Use Cases lohnen sich für diesen konkreten Reifegrad — und welche wären verfrüht?

Modul 1 schafft diese Klarheit. Wir starten mit einem strukturierten Erstgespräch, vertiefen in einer Analyse-Session pro Fachbereich, bewerten die Reife anhand standardisierter Verfahren und entwickeln gemeinsam mit Ihnen die KI-Roadmap mit konkretem Projektentwurf.

Am Ende halten Sie eine belastbare Entscheidungsgrundlage in der Hand: Wo sollen Sie investieren, in welcher Reihenfolge, mit welchem Budget und mit welchen Verantwortlichkeiten?

Was Sie mitnehmen

Vier greifbare Lieferergebnisse, mit denen Sie sofort weiterarbeiten können:

  • Einen Readiness-Bericht — die belastbare Bestandsaufnahme. Reifegrad-Bewertung über Daten, IT-Infrastruktur, Prozesse und Organisation, mit konkreten Lücken-Hinweisen und Maßnahmen-Empfehlungen. Typisch 25–35 Seiten. Empfänger: Steuerkreis und Geschäftsleitung.
  • Ein Use-Case-Portfolio mit Priorisierungsmatrix — die Übersicht der KI-Anwendungsfälle, die sich in Ihrem Unternehmen lohnen, bewertet nach Nutzen, Aufwand, Datenlage und Strategiepassung. Typisch Excel oder Miro-Board plus 10–20 Seiten Bericht.
  • Eine KI-Roadmap — der Pfad mit Phasen, Verantwortlichkeiten, Ressourcenbedarf und Budgetkorridor. Typisch 20–30 Seiten plus Phasen-Visualisierung. Empfänger: Geschäftsleitung.
  • Einen verbindlichen Projektauftrag — die schriftliche Verschriftlichung mit Zielen, Zeitplan, Budget, Erfolgskriterien und Risikobetrachtung. Typisch 15–25 Seiten. Empfänger: Vorstand oder Aufsichtsrat.

So arbeiten wir

Sechs Schritte, die aufeinander aufbauen.

Wir messen erst die Reife, wenn wir gemeinsam verstanden haben, welche Use Cases für Sie relevant sind — sonst bleibt das Assessment abstrakt.

Nr. Schritt Was passiert Dauer
1 Erstgespräch Bedarfsklärung, Zielklärung, Erwartungsabgleich 1 Stunde
2 Orientierungsgespräch Erweiterte Stakeholder, erste Use-Case-Hypothesen 2–3 Stunden
3 Analyse-Session Prozesse, Datenflüsse, Systemlandschaften je Fachbereich 4–6 Stunden
4 Readiness-Assessment Bewertung der Reife anhand standardisierter Verfahren 3–5 Tage
5 Roadmap-Workshop Priorisierung, Phasenbildung, Meilensteine 4–6 Stunden
6 Projektauftrag Verbindliche Verschriftlichung mit Budget und Termin 3–5 Tage

Gesamtdauer typisch vier bis acht Wochen, je nach Unternehmensgröße und Zahl der Fachbereiche.

Die Reihenfolge ist bewusst gewählt: Das Orientierungsgespräch erzeugt erste Hypothesen, die Analyse-Session vertieft und prüft sie, das Readiness-Assessment misst die Reife — aber erst dann, wenn wir gemeinsam wissen, was für Sie relevant ist. So bleibt das Assessment nicht abstrakt, sondern zahlt direkt auf Ihre Use Cases ein.

Wann dieses Modul für Sie passt

Vier Situationen, in denen Modul 1 die richtige Antwort ist:

„Wir wollen mit KI starten, wissen aber nicht wo.”  Die klassische Einstiegssituation. Eine strukturierte Standortbestimmung liefert Ihnen die Roadmap und den ersten Projektauftrag — ohne dass Sie sich vorher mit Spezial-Wissen ausstatten müssen.

„Wir haben schon vereinzelt KI-Projekte gemacht, aber keine Strategie dahinter.”  Wenn Pilot-Projekte gestartet wurden, ohne dass das große Bild da ist, hilft Modul 1 dabei, das vorhandene Tun zu strukturieren und in eine kohärente Roadmap zu überführen.

„Unser Vorstand fragt nach einer KI-Roadmap — wir brauchen eine, die belastbar ist.”  Sie haben den Auftrag, eine Roadmap zu liefern, die nicht nach drei Monaten überholt ist. Wir bauen eine, die methodisch fundiert ist und einer kritischen Prüfung standhält.

„Wir wollen einschätzen, welche Use Cases sich für uns überhaupt lohnen.”  Sie haben Ideen, aber keine Bewertung. Wir prüfen die Use Cases gegen Ihren Reifegrad und priorisieren sie systematisch — statt nach Bauchgefühl.

Eine Situation, in der Modul 1 nicht das richtige Modul ist: Wenn Sie schon eine klare Roadmap haben und einen konkreten Use Case umsetzen wollen, ist Modul 6 (Use-Case-Entwicklung) der direktere Einstieg. Modul 1 ist die Standortbestimmung — Modul 6 die Umsetzung des Einzelfalls.

Verwandte Module

Modul 1 ist der Einstiegspunkt — und führt typischerweise zu drei weiteren Modulen:

  • Modul 2 (KI-Steuerung) folgt natürlich. Sobald die Roadmap steht, braucht die Führungsebene die Befähigung, sie zu steuern. Beide Module werden oft im Tandem gebucht.
  • Modul 4 (Daten) wird häufig parallel relevant. Wenn die Readiness-Bewertung zeigt, dass Daten ein Engpass sind, beginnt Modul 4 noch vor der eigentlichen Use-Case-Umsetzung.
  • Modul 6 (Use-Case-Entwicklung) übernimmt nach der Roadmap. Die priorisierten Use Cases aus Modul 1 werden in Modul 6 in konkrete Spezifikationen und PoCs überführt.